Grauer Wind


Grauer Wind bläst um die Ecken,
schont nicht Haus nicht Mensch nicht Baum.
 Nebel wallen manche Strecken.
 Kälte macht sich breit im Raum.

Langsam scheint das Herz und müde,
langsam auch der Augen Schlag.
Langsam sinken die Gefühle
in des Lebens dunkles Grab.


Alle Lust scheint eingefroren
hinter Mauern dick aus Eis.
Nichts erinnert mehr an Freude,
nur die Sehnsucht atmet leis.


Grauer Wind bläst um die Ecken
bläst mir Trauer ins Gesicht.
Mich verließ mein Glück mit Schrecken
Leere nur und kaum ein Licht.


Doch so sehr ich ich es auch fühle,
dass verlassen nun ich bin,
hab ich mich nur selbst verlassen
auf der Suche nach dem Sinn.


Vielen Göttern ich einst diente:
Fleiß, Erfolg und Eitelkeit...
Nur mich selbst vergaß ich bald
im Meer der Fülle dieser Zeit.


Was ich suchte, fand ich nicht,
denn der Ort war schlecht gewählt.
Draußen ich nicht finden kann,
was in meinem Herzen fehlt.


Nur ich selbst vermag zu geben,
wonach mir das Herz verlangt.
Liebe, Anerkennung, Leben -
alles liegt in meiner Hand.


Es wird Zeit nach Haus zu gehen
zu des Herzens Türe hin,
denn da steht mein Glück schon lange,
nur mein Herz weiß wer ich bin.


Grauer Wind bläst um die Ecken,
schont nicht Haus nicht Mensch nicht Baum.
Nur die Sonne kann ihn necken,
die Sonne und mein Selbstvertrauen.


Benno Blues
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